Marseille rückt als Immobilienstandort in den Fokus europäischer Käufer
Veröffentlicht · Sonntag, 13. September 2026 um 15:14 Uhr
Marseille, lange mit Kriminalität, Verfall und Armut assoziiert, entwickelt sich einem Handelsblatt-Bericht zufolge zunehmend zu einem gefragten Ziel für Immobilienkäufer aus ganz Europa. Konkrete Zahlen zu Preisentwicklungen oder bestimmten Vierteln liegen bislang nicht vor.
## Was ist passiert? Das Handelsblatt berichtet über einen Imagewandel der südfranzösischen Hafenstadt Marseille: Die Stadt, die lange als kriminell, verwahrlost und wirtschaftlich schwach galt, gewinnt demnach zunehmend an Attraktivität für Menschen aus ganz Europa, die dort eine Immobilie suchen oder investieren möchten. Der Bericht wirft die Frage auf, welche Stadtviertel derzeit als besonders gefragt gelten und wo sich ein Immobilienkauf lohnen könnte, ohne dabei bislang konkrete Kennzahlen zu benennen.
## Der Hintergrund Marseille hat in den vergangenen Jahrzehnten mit Strukturproblemen zu kämpfen gehabt: hohe Arbeitslosigkeit, ein angeschlagenes Sicherheitsimage und wirtschaftlicher Niedergang in Teilen der Stadt prägten lange die öffentliche Wahrnehmung. Gleichzeitig verfügt die Stadt über eine besondere Lage am Mittelmeer, ein mildes Klima sowie eine historisch gewachsene, multikulturelle Struktur. Solche Standortfaktoren rücken offenbar zunehmend in den Vordergrund, während frühere negative Assoziationen an Bedeutung verlieren – ein Muster, das in europäischen Städten mit vergleichbarer Ausgangslage bereits mehrfach zu beobachten war.
## Warum ist das für Wirtschaft und Märkte wichtig? Immobilienmärkte reagieren sensibel auf Veränderungen im Standortimage einer Stadt. Wenn sich die Wahrnehmung einer Region wandelt, kann dies mittelfristig Investitionsströme, Bauaktivität und die lokale Wertentwicklung beeinflussen. Für den französischen und weiter gefassten europäischen Immobilienmarkt ist eine aufstrebende Großstadt wie Marseille potenziell relevant, da sie als Alternative zu bereits etablierten, oft deutlich teureren Metropolen gelten könnte. Belastbare Daten zu Preisniveaus, Nachfrageentwicklung oder Transaktionsvolumina liegen in den vorliegenden Informationen jedoch nicht vor, sodass die tatsächliche Marktwirkung derzeit nicht quantifizierbar ist.
## Was bedeutet das für Anleger? Für Anleger, die sich für Immobilienmärkte im Ausland interessieren, kann die Entwicklung in Marseille ein Beobachtungspunkt sein. Wandelnde Standortimages können sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen – etwa im Hinblick auf Preisentwicklung, regulatorische Rahmenbedingungen, lokale Marktreife oder die tatsächliche Nachhaltigkeit eines solchen Trends. Da in den vorliegenden Informationen keine konkreten Zahlen zu Kaufpreisen, Mietrenditen oder spezifischen Stadtvierteln genannt werden, lässt sich derzeit keine fundierte Einschätzung zur tatsächlichen Marktattraktivität treffen. Grundsätzlich gilt: Investitionsentscheidungen im Auslandsimmobilienmarkt sollten stets auf einer sorgfältigen, individuellen Prüfung lokaler Gegebenheiten beruhen.
## Was jetzt wichtig wird - Beobachtung, ob sich der berichtete Attraktivitätszuwachs in belastbaren Markt- und Preisdaten niederschlägt - Prüfung, welche konkreten Stadtviertel in weiteren Berichten als besonders nachgefragt genannt werden - Einordnung der Entwicklung im Vergleich zu anderen europäischen Städten mit ähnlichem Imagewandel - Beachtung möglicher regulatorischer oder steuerlicher Besonderheiten bei Immobilienerwerb in Frankreich - Verfolgung weiterer Berichterstattung zur wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung Marseilles
Quelle: Handelsblatt