EU-Energiekommissar warnt vor neuer Energiekrise in Europa
Veröffentlicht · Mittwoch, 28. Oktober 2026 um 12:14 Uhr
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen hat nach einem Austausch mit europäischen Raffinerien erklärt, dass Europa erneut mit einer Energiekrise konfrontiert sei. Er verwies auf geopolitische Spannungen und zog Vergleiche zur Situation nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022. Konkrete Maßnahmen oder Zahlen wurden in der Mitteilung bislang nicht genannt.
## Was ist passiert?
Der EU-Kommissar für Energie und Wohnen, Dan Jørgensen, hat sich am 28. Oktober 2026 in Brüssel öffentlich zu den Ergebnissen eines Dialogs mit europäischen Raffinerien geäußert. In seiner Stellungnahme erklärte er, Europa sehe sich – ausgelöst durch geopolitische Turbulenzen – erneut mit einer Energiekrise konfrontiert. Er zog dabei eine Parallele zur Situation im Jahr 2022, als infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Preise für Rohöl erheblich stiegen. Weitere Details zu den konkreten Inhalten des Dialogs mit den Raffinerien sowie zu möglichen politischen Schlussfolgerungen wurden in der bislang vorliegenden Mitteilung nicht spezifiziert.
## Der Hintergrund
Die Europäische Union hatte bereits 2022 mit den Folgen einer massiven Energiekrise zu kämpfen, nachdem Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hatte. Damals führten Lieferausfälle und Sanktionen zu stark steigenden Preisen für Erdgas und Rohöl, was weitreichende Folgen für Industrie, Verbraucher und die gesamte europäische Wirtschaft hatte. Die Dialoge mit der Raffineriebranche, wie der nun stattgefundene, sind Teil der fortlaufenden Bemühungen der EU-Kommission, die Energieversorgungssicherheit Europas im Blick zu behalten und mit zentralen Akteuren der Energiewirtschaft im Austausch zu bleiben. Dass Kommissar Jørgensen nun erneut von einer Krise spricht und ausdrücklich auf die Ereignisse von 2022 verweist, deutet darauf hin, dass die aktuelle geopolitische Lage aus Sicht der Kommission erneut unmittelbare Auswirkungen auf die Energiemärkte hat.
## Warum ist das für Wirtschaft und Märkte wichtig?
Energiepreise zählen zu den zentralen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Schwankungen bei den Rohölpreisen wirken sich unmittelbar auf Produktionskosten, Transportkosten und letztlich auf die Verbraucherpreise aus. Sollte sich die von Kommissar Jørgensen beschriebene Lage verschärfen, könnten Unternehmen in energieintensiven Branchen betroffen sein, ebenso wie private Haushalte durch höhere Energiekosten. Die Reaktion der europäischen Raffinerien auf geopolitische Entwicklungen ist zudem ein wichtiger Indikator dafür, wie stabil die Versorgungsketten innerhalb der EU derzeit sind. Da bislang keine detaillierten Zahlen oder Prognosen vorliegen, lässt sich das genaue Ausmaß möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen aktuell nicht beziffern.
## Was bedeutet das für Anleger?
Für Anleger ist die Entwicklung der Energiepreise grundsätzlich ein relevanter Faktor, da sie sowohl einzelne Branchen als auch die gesamtwirtschaftliche Stimmung beeinflussen kann. Die Aussagen von Kommissar Jørgensen signalisieren, dass die EU-Kommission die Lage aufmerksam beobachtet und im engen Austausch mit der Energiewirtschaft steht. Da zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten politischen Maßnahmen, Preisprognosen oder weiteren belastbaren Daten vorliegen, lässt sich eine verlässliche Einschätzung der Marktauswirkungen derzeit nicht treffen. Anleger sollten daher insbesondere die weitere Kommunikation der EU-Kommission sowie etwaige offizielle Folgemaßnahmen im Blick behalten, bevor weitreichendere Schlüsse gezogen werden.
## Was jetzt wichtig wird
- Ob die EU-Kommission in den kommenden Wochen konkrete Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung ankündigt - Wie sich die Rohölpreise und weitere Energiepreise in Europa kurzfristig entwickeln - Ob weitere Details zu den Inhalten des Dialogs mit den europäischen Raffinerien veröffentlicht werden - Wie andere EU-Institutionen und Mitgliedstaaten auf die Einschätzung von Kommissar Jørgensen reagieren - Ob sich die geopolitischen Spannungen, auf die die Kommission verweist, weiter zuspitzen oder entspannen
Quelle: EU-Kommission