Steigende Zinsen drücken Kurse bestehender Anleihen, fallende Zinsen heben sie. Das mechanische Warum — und was Anleger daraus ableiten können.
5 Min. Lesezeit·19. Dezember 2025
Anleihen sind Verträge mit festen Zahlungsströmen. Wenn am Markt neue Anleihen mit höheren Kupons erscheinen, sinkt automatisch der Kurs älterer Papiere — weil ihre festen Kupons in Relation weniger attraktiv werden.
Duration als Empfindlichkeit
Die Kennzahl „Modified Duration" beschreibt, wie stark der Kurs einer Anleihe auf einen Zinsschritt reagiert. Eine Duration von 6 bedeutet: 1 % Zinsanstieg → rund 6 % Kursverlust; 1 % Zinsrückgang → rund 6 % Kursgewinn.
Praktische Konsequenz
Langlaufende Anleihen bieten höhere Kupons — bei höherer Kursempfindlichkeit.
Wer bis Endfälligkeit hält, erhält den ursprünglich vereinbarten Cashflow zurück.
Zwischenzeitliche Kursbewegungen sind Buchwerte, keine realisierten Verluste.
Dieser Beitrag ist redaktionell aufbereitet und dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine individuelle Anlageberatung und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf konkreter Produkte dar.
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